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Der Z-Wert ist die Einstellkennzahl einer alpinen Skibindung. Er beeinflusst, bei welcher Belastung die Bindung den Skischuh freigeben soll. Ein höherer Z-Wert bedeutet grundsätzlich, dass für die Auslösung eine höhere Belastung erforderlich ist. Bei einem niedrigeren Wert löst die Bindung entsprechend früher aus.

Der Z-Wert ist keine direkte Kraftangabe in Newton und auch kein frei wählbarer Härtegrad. Er ist eine dimensionslose Kennzahl, die mit definierten Auslösemomenten der Bindung zusammenhängt.

Eine korrekt eingestellte Bindung soll den Skischuh während der normalen Fahrt sicher halten und bei bestimmten Sturzbelastungen auslösen. Sie kann Verletzungen jedoch nicht in jeder Sturzsituation verhindern.

➡ Der Z-Wert ist nur ein Teil der Bindungseinstellung. Schuhkompatibilität, Sohlenlänge, Anpressdruck und eine Funktionsprüfung sind ebenfalls notwendig.

Was bedeutet der Z-Wert bei Skibindungen?

Auf Vorder- und Hinterbacken vieler Alpinskibindungen befindet sich eine Skala mit Zahlenwerten. Der dort sichtbare Wert wird als Z-Wert, Auslösewert oder umgangssprachlich als DIN-Wert bezeichnet.

Bei einer klassischen Alpinskibindung werden unterschiedliche Auslöserichtungen berücksichtigt. Der Vorderbacken gibt den Skischuh typischerweise bei einer seitlichen Drehbelastung frei. Der Hinterbacken reagiert unter anderem auf eine Belastung nach vorne beziehungsweise oben.

Die tatsächliche Auslösung hängt jedoch nicht nur von der sichtbaren Zahl auf der Skala ab. Auch folgende Faktoren beeinflussen die Funktion:

  • Zustand und Konstruktion der Bindung
  • Skischuhsohle und Sohlenstandard
  • Abnutzung oder Verschmutzung der Kontaktflächen
  • korrekter Anpressdruck
  • modellabhängige Einstellung von Vorderbacken und Gleitplatte
  • Montage und Position der Bindung
  • Temperatur und mechanischer Zustand des Systems

Deshalb ist der berechnete Z-Wert zunächst nur die Ausgangseinstellung. Erst eine Prüfung des vollständigen Ski-Bindung-Schuh-Systems zeigt, ob die gemessenen Auslösewerte im vorgesehenen Bereich liegen.

Warum ist der richtige Z-Wert wichtig?

Eine Skibindung muss zwei gegensätzliche Aufgaben erfüllen:

  • Sie soll den Skischuh bei normalen Fahrbelastungen sicher festhalten.
  • Sie soll bei bestimmten kritischen Belastungen rechtzeitig auslösen.

Ist die Bindung zu niedrig eingestellt oder technisch nicht richtig angepasst, kann sie sich während der Fahrt unbeabsichtigt öffnen. Eine solche Fehlauslösung kann zu einem Sturz führen.

Ist der Wert zu hoch, kann die Bindung bei einem Sturz möglicherweise nicht oder erst bei einer sehr hohen Belastung auslösen. Dadurch können stärkere Kräfte auf Knochen, Gelenke und Bänder wirken.

Auch ein normgerecht eingestelltes System garantiert keine Auslösung bei jedem Sturz. Beispielsweise können Belastungsrichtung, Sturzablauf und Geschwindigkeit außerhalb der vorgesehenen Auslösebewegungen liegen.

➡ Der höchste Wert ist nicht der sicherste Wert. Sicher ist nur eine zum Fahrer und zum gesamten System passende Einstellung.

Welche Angaben werden für die Ermittlung benötigt?

Für die normative Ermittlung einer Ausgangseinstellung werden mehrere Angaben kombiniert. Ein einzelner Faktor wie das Körpergewicht reicht nicht aus.

KörpergewichtDient zusammen mit der Körpergröße zur Bestimmung eines Ausgangscodes.
KörpergrößeErgänzt das Körpergewicht bei der Zuordnung des Ausgangscodes.
AlterFür bestimmte Altersgruppen wird eine konservativere Einstellung vorgesehen.
FahrertypBerücksichtigt Geschwindigkeit, Fahrweise, Gelände und gewünschtes Verhältnis zwischen Auslösung und Rückhaltevermögen.
Skischuh-SohlenlängeBeeinflusst, welcher Skalenwert zum ermittelten Fahrer-Code gehört.

Die endgültige Einstellung darf nicht allein aus einer öffentlich verfügbaren Tabelle oder einem Online-Rechner übernommen werden. Zusätzlich müssen Bindung und Skischuh geprüft und die tatsächlichen Auslösewerte gemessen werden.

Was ist die Skischuh-Sohlenlänge?

Die Skischuh-Sohlenlänge wird häufig mit BSL für Boot Sole Length abgekürzt. Sie beschreibt die äußere Länge der Skischuhsohle und wird in Millimetern angegeben.

Die Zahl ist normalerweise seitlich oder im Fersenbereich in die Kunststoffschale eingeprägt. Typische Angaben sind beispielsweise 295 mm, 315 mm oder 327 mm.

Die Sohlenlänge ist nicht dasselbe wie:

  • die Mondopoint-Größe
  • die Fußlänge
  • die EU-Schuhgröße
  • die Innenlänge des Skischuhs

Zwei Skischuhe mit derselben Mondopoint-Größe können unterschiedliche Sohlenlängen besitzen. Selbst verschiedene Modelle desselben Herstellers können voneinander abweichen.

➡ Bei einem Skischuhwechsel muss die Bindung auch dann überprüft werden, wenn die neue Mondopoint-Größe identisch ist.

Welche Fahrertypen werden unterschieden?

Bei der Ermittlung der Ausgangseinstellung werden üblicherweise unterschiedliche Fahrertypen berücksichtigt. Sie dürfen nicht ausschließlich mit Anfänger, Fortgeschrittener und Profi gleichgesetzt werden.

Typ Ivorsichtige Fahrweise, eher niedrige bis mittlere Geschwindigkeit und bevorzugt leichtes bis mäßiges Geländeniedrigere Auslöse- und Rückhalteeinstellung
Typ IIFahrweise zwischen Typ I und Typ III; für viele Freizeitfahrer die mittlere Einstufungmittlere Einstellung
Typ IIIschnelle, aggressive Fahrweise in steilem oder anspruchsvollem Geländehöhere Rückhalteeinstellung

Der Fahrertyp beschreibt nicht nur das technische Können. Auch Geschwindigkeit, Fahrstil, Gelände und persönliche Prioritäten spielen eine Rolle.

Ein erfahrener, aber vorsichtig fahrender Skifahrer ist deshalb nicht automatisch Typ III. Umgekehrt darf ein hoher Fahrertyp nicht gewählt werden, nur weil sich die Bindung zuvor unbeabsichtigt geöffnet hat. Eine Fehlauslösung kann auch durch eine falsche Montage, unpassenden Anpressdruck, einen beschädigten Schuh oder eine defekte Bindung entstehen.

Welche Rolle spielt das Alter?

Das normative Verfahren sieht für jüngere Kinder und ältere Fahrer eine konservativere Zuordnung vor. Üblicherweise betrifft dies Kinder bis einschließlich neun Jahre sowie Personen ab 50 Jahren.

Dabei wird nicht einfach eine beliebige Zahl vom Z-Wert abgezogen. Stattdessen wird die Zuordnung innerhalb des vorgesehenen Verfahrens angepasst.

Das Alter ist außerdem nicht der einzige gesundheitliche Faktor. Frühere Verletzungen, Osteoporose, Gelenkprobleme oder andere medizinische Besonderheiten können eine individuelle Beurteilung erfordern. Solche Anpassungen sollten mit einem Fachbetrieb und bei Bedarf mit einem Arzt besprochen werden.

Wie wird der Z-Wert ermittelt?

Das Verfahren lässt sich vereinfacht in mehrere Schritte unterteilen:

  1. Aus Körpergewicht und Körpergröße wird ein Ausgangscode ermittelt.
  2. Der gewählte Fahrertyp verändert diese Zuordnung.
  3. Eine vorgesehene Alterskorrektur wird berücksichtigt.
  4. Über die Skischuh-Sohlenlänge wird ein anfänglicher Skalenwert bestimmt.
  5. Die Bindung wird entsprechend den Herstellervorgaben an den Skischuh angepasst.
  6. Anpressdruck und gegebenenfalls weitere bindungsspezifische Einstellungen werden kontrolliert.
  7. Das Ski-Bindung-Schuh-System wird mit einem geeigneten Prüfgerät getestet.
  8. Falls erforderlich, wird die sichtbare Skala angepasst, bis die gemessenen Auslösewerte im vorgesehenen Bereich liegen.

Dadurch kann der nach der Funktionsprüfung eingestellte Skalenwert geringfügig vom ursprünglich aus der Tabelle ermittelten Wert abweichen.

➡ Die Tabelle liefert einen Ausgangswert. Das Prüfgerät kontrolliert die tatsächliche Funktion des Systems.

Warum ist eine vollständige Z-Wert-Tabelle problematisch?

Eine Tabelle kann leicht den Eindruck erwecken, dass sich eine Bindung allein anhand von Gewicht und Sohlenlänge einstellen lässt. Tatsächlich sind mehrere Zwischenschritte und technische Prüfungen notwendig.

Zusätzlich bestehen folgende Risiken:

  • Fahrertyp oder Alterskorrektur werden falsch angewendet.
  • Körpergröße und Gewicht führen zu unterschiedlichen Ausgangscodes.
  • Mondopoint wird mit der Sohlenlänge verwechselt.
  • der Skalenbereich der Bindung passt nicht zum ermittelten Wert
  • Anpressdruck oder Vorderbacken werden falsch eingestellt
  • Schuh und Bindung sind nicht miteinander kompatibel
  • eine verschlissene Skischuhsohle verfälscht die Auslösung
  • die Bindung erreicht trotz korrekter Skalenanzeige nicht die vorgesehenen Messwerte

Online-Rechner und Tabellen können daher nur der Information und Plausibilitätskontrolle dienen. Sie ersetzen keine fachgerechte Einstellung und Funktionsprüfung.

Was ist der Anpressdruck?

Der Anpressdruck beschreibt die modellabhängig vorgegebene Vorspannung, mit der der Hinterbacken den Skischuh im Bindungssystem hält. Er wird durch die Position des Hinterbackens in Bezug auf die Skischuh-Sohlenlänge beeinflusst.

Der Anpressdruck ist kein Wert, der aus dem Körpergewicht berechnet wird. Er wird entsprechend der Konstruktion und der Markierung der jeweiligen Bindung eingestellt.

Je nach Bindungsmodell wird der korrekte Anpressdruck beispielsweise angezeigt durch:

  • eine Schraubenposition
  • eine Markierung oder Skala
  • einen Metallzeiger
  • ein Sichtfenster
  • eine definierte Position eines Bauteils

Ein zu niedriger oder zu hoher Anpressdruck kann Rückhaltevermögen und Auslösefunktion beeinträchtigen. Die genaue Kontrolle muss deshalb nach der technischen Anleitung der jeweiligen Bindung erfolgen.

➡ Z-Wert und Anpressdruck sind zwei unterschiedliche Einstellungen.

Warum müssen Skischuh und Bindung kompatibel sein?

Der Z-Wert kann nur sinnvoll eingestellt werden, wenn der Skischuh zur Bindung passt. Alpinskischuhe, GripWalk-Schuhe und Tourenskischuhe können unterschiedliche Sohlenformen und Normen besitzen.

Eine Bindung darf nur mit den ausdrücklich freigegebenen Skischuhsohlen verwendet werden. Kennzeichnungen wie Alpine, GripWalk, MNC oder andere herstellerspezifische Freigaben müssen korrekt berücksichtigt werden.

Zusätzlich müssen die Kontaktflächen des Skischuhs in gutem Zustand sein. Stark abgelaufene, beschädigte oder verschmutzte Sohlenbereiche können die Funktion der Bindung verändern.

Die Kompatibilität lässt sich nicht allein daran erkennen, dass der Skischuh mechanisch in die Bindung einrastet.

Kann man den Z-Wert selbst einstellen?

Die Einstellschrauben einer Bindung lassen sich zwar häufig mit einem Schraubendreher bewegen. Eine fachgerechte Einstellung besteht jedoch nicht nur aus dem Drehen dieser Schrauben.

Ohne geeignete Kenntnisse und Prüfgeräte lassen sich unter anderem folgende Punkte nicht zuverlässig kontrollieren:

  • tatsächliches Auslösemoment
  • korrekter Anpressdruck
  • Schuh-Bindungs-Kompatibilität
  • Verschleiß der Skischuhsohle
  • Zustand der Gleit- und Kontaktflächen
  • Funktion von Vorder- und Hinterbacken
  • Abweichung zwischen Skalenanzeige und tatsächlicher Auslösung

Deshalb sollte eine sicherheitsrelevante Skibindung von einem qualifizierten Fachbetrieb eingestellt und mit einem geeigneten Bindungsprüfgerät kontrolliert werden.

Ein einfacher Test, bei dem der Skischuh nur in die Bindung eingesetzt und von Hand bewegt wird, ist keine ausreichende Funktionsprüfung.

➡ Ein Schraubendreher verändert die Skala. Er prüft nicht, bei welcher Belastung die Bindung tatsächlich auslöst.

Wann sollte die Bindung überprüft werden?

Eine Überprüfung ist insbesondere sinnvoll:

  • vor Beginn einer neuen Skisaison
  • nach dem Kauf einer neuen Bindung
  • nach dem Wechsel des Skischuhs
  • bei einer veränderten Skischuh-Sohlenlänge
  • nach deutlicher Veränderung von Gewicht oder Fahrweise
  • beim Erreichen einer relevanten Altersgrenze
  • nach einem starken Sturz oder einer sichtbaren Beschädigung
  • bei wiederholten Fehlauslösungen
  • wenn die Bindung lange nicht benutzt wurde
  • wenn Ski oder Bindung gebraucht gekauft wurden

Auch nach einer fachgerechten Einstellung sollten Skifahrer Bindung und Skischuh regelmäßig auf sichtbare Beschädigungen, Eis und starke Verschmutzungen kontrollieren.

Warum kann sich eine Bindung unbeabsichtigt öffnen?

Eine unbeabsichtigte Auslösung bedeutet nicht automatisch, dass der Z-Wert zu niedrig ist.

Mögliche Ursachen sind:

  • zu niedrige Ausgangseinstellung
  • falscher oder nicht korrekt eingestellter Anpressdruck
  • Schnee oder Eis unter dem Skischuh
  • verschlissene oder beschädigte Skischuhsohle
  • nicht kompatible Schuh-Bindungs-Kombination
  • beschädigte oder verschlissene Bindung
  • sehr schnelle aufeinanderfolgende Schläge auf Ski und Bindung
  • nicht vollständig geschlossener Hinterbacken

Der Z-Wert sollte nach einer Fehlauslösung nicht eigenmächtig erhöht werden. Zuerst muss die Ursache des Problems geprüft werden.

Warum löst eine Bindung bei einem Sturz manchmal nicht aus?

Auch eine korrekt eingestellte Bindung öffnet sich nicht bei jeder Sturzbewegung. Die Auslösung hängt davon ab, ob Belastungsrichtung und Belastungshöhe innerhalb der vorgesehenen Auslösemechanismen liegen.

Mögliche Gründe für eine ausbleibende Auslösung sind:

  • die Belastung verlief nicht in einer vorgesehenen Auslöserichtung
  • der eingestellte Wert war zu hoch
  • Anpressdruck oder andere Einstellungen waren fehlerhaft
  • Schuh und Bindung waren nicht kompatibel
  • Bindung oder Skischuh waren beschädigt beziehungsweise verschlissen
  • die Belastung reichte nicht bis zum erforderlichen Auslösemoment

Aus einer einzelnen Sturzsituation lässt sich deshalb nicht sicher ableiten, ob die Bindung richtig oder falsch eingestellt war. Bei Zweifeln sollte das gesamte System geprüft werden.

Häufige Fehler beim Z-Wert

  • den Z-Wert ausschließlich anhand des Körpergewichts auswählen
  • Mondopoint und Skischuh-Sohlenlänge miteinander verwechseln
  • den Anpressdruck als körpergewichtsabhängigen Faktor behandeln
  • Fahrertyp III automatisch mit einem guten Skifahrer gleichsetzen
  • nach einer Fehlauslösung den Wert ungeprüft erhöhen
  • eine Online-Tabelle als vollständige Bindungseinstellung verwenden
  • davon ausgehen, dass dieselbe Einstellung bei einem neuen Skischuh weiter passt
  • Schuh-Bindungs-Kompatibilität nicht kontrollieren
  • Vorder- und Hinterbacken ohne anschließende Funktionsprüfung verstellen
  • glauben, eine hohe Einstellung verhindere grundsätzlich Verletzungen

FAQ

Was ist der Z-Wert bei einer Skibindung?

Der Z-Wert ist eine dimensionslose Einstellkennzahl. Er beeinflusst, bei welcher Belastung eine Skibindung den Skischuh freigeben soll.

Ist der Z-Wert dasselbe wie der DIN-Wert?

Im allgemeinen Sprachgebrauch werden beide Begriffe meist gleich verwendet. Präziser ist die Bezeichnung Z-Wert beziehungsweise Auslöse- oder Einstellwert nach dem vorgesehenen ISO-Verfahren.

Wovon hängt der Z-Wert ab?

Die Ausgangseinstellung wird unter anderem aus Körpergewicht, Körpergröße, Alter, Fahrertyp und Skischuh-Sohlenlänge ermittelt. Anschließend muss das vollständige Ski-Bindung-Schuh-System technisch eingestellt und geprüft werden.

Was ist der Unterschied zwischen Sohlenlänge und Mondopoint?

Mondopoint orientiert sich an der Fußlänge. Die Sohlenlänge bezeichnet dagegen die äußere Länge der Skischuhschale in Millimetern. Beide Werte können nicht direkt gleichgesetzt werden.

Ist der Anpressdruck vom Körpergewicht abhängig?

Nein. Der Anpressdruck ist eine technische Einstellung zwischen Hinterbacken und Skischuh. Er richtet sich nach Bindungskonstruktion und Sohlenlänge, nicht nach dem Körpergewicht.

Kann ich den Z-Wert mit einem Online-Rechner bestimmen?

Ein Rechner kann einen theoretischen Ausgangswert liefern. Er kann weder Bindung und Skischuh prüfen noch das tatsächliche Auslösemoment messen und ersetzt deshalb keine fachgerechte Einstellung.

Kann ich meine Skibindung selbst einstellen?

Das Verstellen der Skala ist technisch möglich, stellt aber noch keine sichere Bindungseinstellung dar. Für eine zuverlässige Einstellung sind Fachkenntnisse, Herstellerangaben und eine Messung mit einem geeigneten Prüfgerät erforderlich.

Muss die Bindung bei einem neuen Skischuh neu eingestellt werden?

Ja, die Bindung muss überprüft werden. Auch Skischuhe mit identischer Mondopoint-Größe können eine andere Sohlenlänge, Sohlenform oder Norm besitzen.

Warum geht mein Ski während der Fahrt auf?

Eine mögliche Ursache ist eine zu niedrige Einstellung. Ebenso kommen falscher Anpressdruck, Eis am Schuh, Verschleiß, Inkompatibilität oder ein technischer Defekt infrage. Der Wert sollte nicht ohne Ursachenprüfung erhöht werden.

Verhindert eine korrekt eingestellte Bindung jede Verletzung?

Nein. Eine Sicherheitsbindung kann das Verletzungsrisiko in bestimmten Sturzsituationen reduzieren, aber nicht jede Belastungsrichtung und jede Verletzung verhindern.

Quellen und weiterführende Hinweise

  • ISO 11088 – Ski-Bindung-Schuh-System für den alpinen Skilauf: Montage, Einstellung und Überprüfung, jeweils aktuelle Ausgabe
  • ISO 9462 – Alpine Skibindungen: Anforderungen und Prüfverfahren, jeweils aktuelle Ausgabe
  • Technische Montage- und Serviceanleitung des jeweiligen Bindungsherstellers
  • Kompatibilitäts- und Sohlenangaben des jeweiligen Skischuhherstellers

Infobox